Glück ist keine Glücksache ...
Glück ist keine Glücksache ...

1. Juni 2020 - Update

 

In Jennys Blog-Beitrag zeigt sich besonders deutlich die Symptomatik der aktuellen Zeit und der Energien, die sie hervorbringt. Es ist exemplarisch zu verstehen, denn jeder hat so seine ganz eigenen Trigger, die in ihm etwas "Ungutes" auslösen. Ob es die Masken sind, die tiefe Erinnerungen und Ablehnung in einem wecken oder z.B. die Erfahrung der Verunsicherung, ob man denn bei seinen Freunden "noch dazugehört", wenn man anderer Meinung über die aktuelle Situation ist, die Erfahrung der extremen Polarisierung zwischen den Menschen oder auch das Gefühl des zutiefst Getrennt-Seins von anderen. Was auch immer es bei Dir persönlich sein mag, es ist - ganz allgemein gesprochen - die immer wiederkehrende Erfahrung in der aktuellen Zeit, dass das "in der Welt verhaftet sein" zutiefst emotional verstörend sein kann. Dass es uns ratlos macht, dass wir nicht mehr wissen, wo Halt, Sicherheit und Kraft zu finden sind.

Ich denke, es ist ein tief im Mensch-Sein verankertes Bedürfnis, sich sicher zu fühlen. Sicher bedeutet nicht nur, ein sicheres Zuhause usw. zu haben, sondern auch eine planbare, absehbare und damit kontrollierbare und beeinflussbare Zukunft.

Hier steht die Welt, die Erde, die Menschheit aus spiritueller Sicht jedoch an einem bisher nie erfahrenen Wende-Punkt. Es besteht die Möglichkeit zu einer Veränderung in etwas noch nie Dagewesenes, etwas noch nie Erfahrenes - schlicht gesagt: In etwas komplett Unbekanntes.

 

Es gibt dazu keinerlei Erfahrungswerte - wie mit einem grundlegenden Wertewandel umzugehen ist, wie er denn genau aussehen soll, wie sich das denn am Ende anfühlen soll. Es gibt nichts, worauf wir zurückgreifen können - denn bisher haben wir in unserer langen, langen Geschichte nur die Erfahrung gemacht, wie sich die Waagschale von "oben nach unten" gesenkt hat. Nie aber von "unten nach oben". (Ich erinnere an Lemuria und Atlantis).

 

Ich versuche mal ein Bild, das ich gestern bekam, zu beschreiben:

Ich sehe mich im Mittelpunkt einer Scheibe stehen und dehne auf der Suche nach Begreifen, Verstehen, Sicherheit meine Wahrnehmung nach rechts und links, nach hinten und vorne aus. Es geschieht in einer wellenartigen Bewegung und ich verstehe und begreife vieles. Doch sobald mein suchender Verstand auf eine Antwort hofft, schlagen die Wellen zu mir zurück und drohen mich fast zu überwältigen. Es ist wie Ertrinken, es ist ein Gefühl von Hilflosigkeit, von Ratlosigkeit und Ertrinken in dieser Flut von Emotionen und von Informationen. Ich ringe um einen Funken Licht, um einen Hoffnungsschimmer, um Erlösung aus dem Morast.

Plötzlich wird mir klar, erfühle ich, dass es auf dieser Ebene "keine Rettung" gibt. Und ich tauche auf wie eine Ertrinkende aus der Flut und mein Bewußtsein dehnt sich nach oben aus, es erhebt sich über all das Getümmel, das Durcheinander und steigt auf. Und im Aufstieg wird mir klar, dass "da oben" die Rettung ist - im Licht. Plötzlich kann ich all das Durcheinander hinter / unter mir lassen, nach oben steigen und rund um mich herum blicken. Und ich sehe, ich spüre Helligkeit, Wärme, Liebe und ein großes, allumfassendes Verständnis für den so bitter notwendigen Prozess, der sich "da unten" abspielt. Und von hier aus wird es leicht, kommt ein größeres Verstehen zurück zu mir und damit eine tiefe innere Ruhe. Ein Verstehen, dass genau diese kollektiven Erinnerungen re-aktiviert werden müssen, um heilen zu können, um uns an unser großes Potential zu erinnern, an das, was wir wirklich sind.

 

Eine liebe Freundin und Kollegin hat das sehr treffend formuliert: " (...) habe ich die Macht, die Schwingungen oder Frequenzen zu erhöhen und dann merke ich sofort, das alles Gesagte und Gefühlte einem uralten Programm entspricht, dass ich es jedoch in der Hand habe, upzudaten, meinen Verstand zu beruhigen, dass er Illusionen glaubte und ab jetzt die Luft rauslassen kann, er muss nicht alles mehr tun (...)"

 

Mit dem Verstand können wir keine Sicherheit erlangen - so viel ist sicher.

Aber mit der Rück-Erinnerung, dem Aufsteigen, indem wir uns ganz schlicht und ohne großen Aufwand und Rituale nach oben verbinden - damit haben wir die Möglichkeit, aus dem Spiel, dem Durcheinander, der Verwirrung auszusteigen und uns auf uns selbst zu besinnen, uns selbst wieder zu spüren und selbst zu heilen und damit zur kollektiven Heilung beizutragen.

 

In diesem Sinne sende ich Euch allen einen Herzensgruß,

Katja

 

P.S.: Hier findet Ihr noch einen Beitrag über ein wundervolles, stimmungshebendes Öl, das ich zur Zeit besonders gerne anwende.

 

 

Sonntag, 31. Mai

 

Blog-Beitrag von Jenny Schiltz vom 26. Mai - Die kollektive Wunde wird enthüllt

 

Kürzlich wurde mir klar, dass die Bilder von Menschen, die in Masken ihre Abschlussfeier begehen oder Hochzeiten in Designer-Masken feiern, eine tiefe Resonanz in mir wecken. Ich fühlte Traurigkeit, Furcht, Zorn und sogar Wut. Dies ist immer ein Zeichen dafür, dass ich in mich schauen muss, um etwas zu heilen.

So kam ich zu einer Begegnung mit dem Fall der göttlich-weiblichen Energie.

Hohepriesterinne, Wächter und zahllose Frauen, die im Dienst der Mutter standen, wurden maskiert, geknebelt, gefesselt, vergewaltigt und geschlagen. Die kollektive Wunde ist riesig.

 

Sie wurden maskiert, damit sie nicht sprechen konnten, denn es herrschte der Glaube, dass sie ihre Häscher verfluchen oder verhexen würden. Doch die Häscher begriffen nicht das Gesetz des sich drehenden Rades (Karma) und dass sie selbst eines Tages, in einem anderen Leben, gefesselt, missbraucht und zum Schweigen gebracht werden würden.

 

Wenn ich nun hier sitze mit diesem tiefen Wissen und dieser tiefen Trauer, bin ich dankbar für den Trigger, den die Masken auslösen. Dankbar, dass ich in der Lage bin, diese Wunden zu heilen, die aus Angst und einem Bedürfnis nach Kontrolle zugefügt wurden.

Jetzt ist es an der Zeit, dies alles gehen zu lassen. Die Geschichten, die Rollen, den Zorn, den Schmerz, das Traume und das Leid.

Wenn ich begreife, dass ich all diese Rollen gespielt habe: Gauner und Held, Vergewaltiger und Missbrauchter, Kontrollierender und Kontrollierter, den, der zum Schweigen bringt und der, der zum Schweigen gebracht wird.

Von dieser Warte aus kann ich es durch mich hindurch fließen lassen, wie Tränen, die auf ausgedörrtes Land fallen. Dieser Raum ist Schöpfung, volles Potential, das unbelastet von der Vergangenheit ist.

Jeder von uns kann diesen Raum einnehmen, indem er die Rollen und Geschichten loslässt. Den Raum, in dem wir vergeben können, in dem uns vergeben wird und dann realisieren, dass es nichts zu vergeben gibt.

 

Jenny

Ich habe dazu einen sehr persönlichen Kommentar verfasst, den Du hier findest.

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Buddha öffnete die Arme .... und entließ ein Meer von Blumen