Glück ist keine Glücksache ...
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Sonntag, 7. Juni

 

Blog-Beitrag von Jenny Schiltz vom 2. Juni -Ich wurde von einem rassistischen Vater aufgezogen

 

Mein Vater war, so wie seine Eltern und Urgroßeltern vor ihm, ein Rassist. Ich habe keine Ahnung, wie weit das in die Familien-Linie zurückgeht. Als sensitives Kind in einem rassistischen Haushalt groß zu werden, war nicht leicht. Ich habe es bis heute nicht verstanden.

Wir lebten einige Meilen von DC entfernt und es war kulturell sehr gemischt. Das hätte eine große Sache sein können - außer dass mein Vater sehr lautstark mit seinem Rassismus war. Wenn er über irgendetwas zornig war, seine Frau, seine Kinder, den Rasenmäher, ließ er seine Laune in einem Schwall voll von rassistisch geladenen Worten los, so laut es nur ging. ICh erinnere mich deutlich an ein Afrikanisch-Amerikanisches Mädchen, das die Strasse hinunter-lief und ihr Gesichtsausdruck, als sie den Zorn meines Vaters hörte, ist in mein Gehirn gemeißelt. Es musste nicht an sie gerichtet sein, um verletzend zu sein. Die ganze Nachbar-schaft wusste, dass mein Vater ein Rassist war und so wurde auch auf den Rest der Familie geschlossen.

Mehr als einmal wurden meine Schwester und ich von Kindern angegriffen, die empört über die Ausbrüche meines Vaters waren. Da gab es eine Gruppe von Kindern, die es auf mich abgesehen hatten bis ich eines Tages, statt zurückzuschlagen schrie: "Ich bin nicht mein Vater!" Dieser Moment veränderte die Dinge, da auch sie in einer Welt gefangen waren, die keinen Sinn machte. Sie waren den Erwachsenen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, so wie ich.

In der Schule hatte ich schwarze Freunde aber ich musste sie auf Abstand halten. Ich konnte nicht zu ihnen nach Hause gehen und es gab keine Möglichket, sie zu mir einzuladen. Das machte mich trauiger als ich es je erklären kann. Ich fühlte mich in dieser Welt so fehl am Platz. Es fühlte sich nicht richtig an, nicht die Freunde haben zu können, die ich wollte - aber ich wusste, es musste so sein.

So wurde ich groß und als ich die erste Gelegenheit hatte, verließ ich zuhause. Ich heiratete, bekam ein Baby und ich schwor, dass ich meine Kinder nie auf die gleiche Weise großziehen würde. Als meine Erstgeborene 2 Jahre alt war, gingen wir mit ihr in einen Spielzeugladen, damit sie sich ein Spielzeug aussuchen konnte. Sie suchte sich eine dunkelhäutige Puppe aus. Ich hatte damit kein Problem, aber als mein Vater das sah, war er außer sich. Ich erklärte ihm ruhig, dass ich diese Redensarten und vor allem bestimmte Worte in der Anwesenheit meines Kindes nicht erlaubte. Überraschenderweise gab er nach und ich musste dieses Gespräch nie wieder führen. Ich glaube er wusste, dass ich mein Kind nehmen und mich nie wieder sehen lassen würde. Ich hätte die Beziehung abgebrochen, wenn es nötig gewesen wäre.

Vier kurze Jahre später starb mein Vater an Krebs. Er hatte nur 21 Tage zwischen der Diagnose und seinem Tod. Er hatte nicht viel Zeit, sich damit auseinanderzusetzen und er hatte Angst. Nachts hatte er angsterfüllte Momente, in denen er aufschrie und versuchte aufzustehen, um das Krankenhaus zu verlassen. Der Kalziumspiegel in seinem Blut war so hoch, dass er Wahnvorstellungen hatte und sagte, er müsse aufstehen und Angeln gehen, da er Kapitän war. Sein Zimmergefährte im Krankenhaus war ein Schwarzer - unglaublich freundlich und geduldig. Er trug meinen Vater durch die Panikattacken hindurch und hörte seinem Gebrabbel und seinen Ängsten zu. Ich wusste davon, weil mein Vater in einem seiner lichten Momente mir davon erzählte. Mit tränenerfüllten Augen sagte er mir, dass er sein sein ganzes Leben so dumm gewesen sei. Dass er so viel Zeit mit Hass verschwendet habe. Er war so überrascht und beschämt, dass ihm in den Stunden seiner größten Not ein Schwarzer beigestanden war und dass er selbst nicht den Mut gehabt hätte, das gleiche zu tun. Ich bin sehr dankbar, dass mein Vater dies erkennen konnte, bevor er starb.

In meinen Erwachsenenjahren tat ich mein bestes, um hinter die Hautfarbe zu blicken. Die Fähigkeit, die Energie sehen zu können, half mir enorm dabei. Menschen als gleich zu betrachten fällt wesentlich leichter, wenn man ihre Seele sehen kann. Doch immer noch gibt es Momente, in denen die Programmierung, die ich als Kind bekommen habe, aufsteigt. Ich ertappe mich dabei, wie ich mich besonders in der Gegenwart schwarzer Männer ängstlich fühle. Ich beruhige dann meine Körperreaktionen und entscheide mich, ihre Energie, ihr Herz anzuschauen und fühle eine so tiefe Scham für diese ungerechtfertigte Reaktion. Es war solch ein Teufelskreis. Ich musste eine Menge an Vergebungs- und Innerer-Kind-Arbeit machen, um das kleine Mädchen zu heilen, das so auf Angst und Getrennt-Sein von denen mit einer anderen Hautfarbe und überhaupt einfach anderen Menschen programmiert war.

 

Rassismus, Hass, Fanatismus und Angst vor dem anderen wird gelehrt - nicht in einem Klass-zimmer, es ist viel hinterlistiger und schleichender. Es kann sein, dass Dir etwas Furcht-erregendes über eine andere Rasse (race) erzählt wird, dass irgendeine Gruppe dir etwas wegnimmt, z.B. deinen Job. Es kann sein, dass dir erzählt wird, dass du abgelehnt wirst, wenn du dich mit einem Mitglied einer anderen Rasse zusammentust, mit ihm spielst, dich mit ihm verabredest oder ihn heiratest. Das kann auch als Witz oder sarkastische Bemerkung kommen. Es kommt in so vielen Formen daher.

Mein Bewusstsein rebellierte gegen all die Dinge, die es zu hören bekam, aber mein Unterbewusstes nahm alles davon auf. Ich denke nicht, dass ich damit alleine bin. Ich glaube, dass es viele unter uns gibt, die mit einem irgendiwe verborgenen Programm herumlaufen, das zur Trennung in dieser Welt beiträgt. Es ist jedermanns Aufgabe, seine Programmierung, die DNA seiner Vorfahren und ihr Trauma zu heilen. Da sich die Spannungen zwischen den Rassen in diesem Land vergrößern, habe ich größte Sorge, dass die Dinge sich nicht ändern werden so lange, bis jeder erkennt, wo er programmiert wurde und sich dann anders entscheidet. Wir müssen auf die Vorfahren blicken, die Ahnenlinie und die Glaubenssysteme, um das in Ordnung zu bringen, was uns voneinander trennt.

Jetzt ist es an der Zeit, all das, was verborgen ist, ans Licht zu bringen, so dass es keine Macht mehr hat. Es beginnt mit einem mutigen Blick nach innen mit unglaublicher Ehrlichkeit. Solange die Trennung in uns selbst vorhanden ist, wird es die Trennung im Kollektiv geben. Ich sende uns allen Liebe und Kraft, so dass wir nicht in den Zerstreuungen, der Rhetorik oder der Schuld untergehen, sondern dass wir uns die Zeit nehmen, all das zu heilen, was noch in uns schlummert.

Viel Liebe, Jenny

 

 

Blog-Beitrag von Jenny Schiltz vom 6. Juni -Das galaktische Konzil über gerechten Zorn

 

Kürzlich arbeitete ich mit dem galaktischen Konzil und wir unterhielten uns über das, was auf der Welt gerade passiert und das Gespräch kam auf den gerechten / gerechtfertigten Zorn. Ich wollte das gerne mit euch teilen, denn ich weiß, die Gefühle kochen hoch.

"Gerechter Zorn ist gerade zur Zeit auf der Erde eine wichtige Funktion. Die Menschheit und besonders die spirituellen und religiösen Gemeinschaften wurden gelehrt, dass Zorn falsch und schädlich / gefährlich sei. Wir aber sagen euch, dass Zorn, der nicht zum Ausdruck kommt schädlich ist, da er sich im Inneren aufstaut, sich mit dem Geist verstrickt und wie eine Waffe abgefeuert wird. Empörung und Zorn über die aktuellen Geschehnisse auf der Welt ist normal und in der Tat notwendig, wenn man das volle Potential seiner Inkarnation (die gesamte Bandbreite der menschllichen Emotionen) erfahren möchte. Man kann Zorn und Empörung spüren und dennoch aus einem Raum der Liebe und Neutralität heraus reagieren und kreieren. Ihr wurdet gelehrt, dass dies unmöglich sei, doch wir sagen euch, dass nichts weiter von der Wahrheit entfernt liegt.

Eure Gefühle sind eure Richtlinie. Wenn jemand Empörung und Zorn über die Ereignisse in der Welt verspürt, sollte er sich fragen, warum er so fühlt. Im Falle der Unterdrückung auf eurem Planeten ist gerechter Zorn angemessen. Dann fragen wir euch, was ihr damit zu tun gedenkt? Erlaubst du, dass dich die Emotion von gerechtem Zorn kleiner oder weniger spirituell fühlen lasst? Oder wirst du erlauben, dass die Empörung dich in die Erschaffung von dem, was für alle wahr und gerecht ist, trägt?

Oft wird das Feuer des gerechten Zorns für großen Wandel benötigt. Erlaube ihm, die Programmierung der Unterdrückung und Trennung zu verbrennen. Nicht nur in der Welt da draußen, sondern ebenso auch in dir drinnen. Denn jeder von euch ist auf eine Weise schon unterdrückt worden - in diesem oder in anderen Leben und hat auch selbst unterdrückt. Erlaubt dem Zorn, den ihr für diejenigen, die Unterdrückung erfahren haben, euch auch zur Vergebung zu führen für all diejenigen, die andere selbst unterdrückt haben, ob es bewußt oder unbewußt geschah.

Aus der Liebe und dem Verstehen heraus entsteht eine Klarheit darüber, was getan werden kann, um das, was ist, zu verändern - nicht nur in deinem Selbst, sondern in deiner ganzen Welt. Erlaube, dass der gerechte Zorn dich in den Raum des Vergebens für dich und andere führt. In die tiefe Liebe hinein und ins Mitgefühl für die menschliche Erfahrung. Indem Liebe und Mitgefühl für alle hältst, kannst du dich in die Leere bewegen und aus einem Raum heraus erschaffen, von dem alle profitieren."

 

Wann ist Zorn nicht gerecht?

"Zorn ist gefährlich, wenn er als Waffe gegen andere beutzt wird oder dafür, für die eigene Rolle keine Verantwortung zu übernehmen. In diesem Zusammenhang führt Zorn zum Opfer-Sein und nicht zur Ermächtigung. Ebenfalls gilt das, wenn jemand sich selbst das Gefühl des gerechten Zorns verleugnet. Denn so verweigert er sich selbst die Gelegenheit zu heilen und große Veränderung im Leben zu bewirken.

Der gerechte Weg des Zorns wird dich immer zu dir selbst zurückbringen, um das zu heilen, das in dir liegt so dass du eine klare Leitung und Verbindung für die Erschaffung des Neuen wirst. Wisse, dass es Menschen geben wird, die sich sehr unwohl fühlen mit dem gerechten Zorn. Dennoch findet in dem Unwohlsein der größte Wechsel / Wandel stattfindet."

 

Es ist für uns wichtiger denn je, all unsere Gefühle innezuhaben und der Idee, wie Spiritualität aussehen "sollte" keinen Raum zu gewähren. Das hält uns davon ab, wahrhaftig zu sein. Wenn wir uns selbst nicht vollkommen annehmen, das Gute, das Schlechte, das Häßliche, nähren wir eine Pseudo-Person anstatt in unserer Authetizität, in unserer Wahrhaftigkeit zu schreiten. In einfachen Worten SEI DU SELBST! Du wirst für deinen einzigartigen Beitrag und dein Licht gebraucht. Ich sende euch allen Unmengen an Liebe und beruhigender Energie. Danke an alle, die diese Arbeit teilen,

in Liebe, Jenny

 

 

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Buddha öffnete die Arme .... und entließ ein Meer von Blumen