Glück ist keine Glücksache ...
Glück ist keine Glücksache ...

 

Bremsen - 26. September 2019

 

Es ist bemerkenswert, mit welchen „Hinderungen“ wir momentan konfrontiert werden. Im letzten Newsletter für meinen Verteiler habe ich auf die aktuelle Energie der Zeit von Petra Schneider verwiesen. Auch sie umschreibt die derzeitige Situation mit Blockaden, Bremsen und hindernden Umständen – ob auf körperlicher Ebene oder im Außen, wo Projekte, Ideen, Vorhaben nur sehr zäh vorangehen oder gar zu einem abrupten Stopp kommen.

 

Momentan treffe ich auf viele Menschen, die an körperlichen Symptomen leiden (sehr häufig z.Zt. irgendwelche Fuß-Verletzungen, die am Vorankommen hindern), erlebe aber auch das scheinbare Scheitern von Projekten, die Infrage-Stellung von Beziehungen (berufliche ebenso wie persönliche).

 

Ich habe mir dazu nochmals Gedanken gemacht und komme zu dem Schluss, dass Blockaden auf beiden Ebenen, Innen und Außen, auf jeden Fall sehr, sehr unangenehm und anstrengend sind. Jedoch – so finde ich – sind diese Blockaden / Hinderungen für meine Einschätzung auf der Außen-Ebene wesentlich effektiver für uns, als eine körperliche Erkrankung.

Ziehen wir uns eine körperliche Erkrankung zu, kommen wir in die Versuchung, das dahinter liegende Thema zu ignorieren und dem Arzt zu vertrauen, dass er das richtige Mittel hat, das die Beschwerden verschwinden lässt. Wir sind dann froh, dass wir wieder gesund sind, dass wir wieder funktionieren und machen dann oft weiter wie vorher, ohne den wahren Grund, das „dahinter liegende Thema“ der körperlichen Beschwerde erfragt zu haben. (Achtung: selbst ein gebrochenes Bein hat einen „dahinter liegenden Grund“; es ist kein Zufall, kein Schicksal!)

 

Gibt es dagegen im Außen (Beruf, Beziehungen, Projekte) Bremsen, Scheitern, Hinderungen geht es oft gar nicht anders, als sich zu fragen, was denn an dem Projekt, an der Beziehung geändert werden muss. Was für uns daran nicht (mehr) stimmig ist und was es braucht, damit wir wieder in einen anmutigen Fluss der Leichtigkeit kommen, um dem Geschehen nur noch einen leichten Schubs geben zu müssen, damit es wieder ganz wie von selbst läuft. Damit wir uns wieder ganz als die Schöpfer unserer positiven Realität erfahren können, die wir im Grunde genommen sind.

 

Ein gebrochenes Bein kann uns zu der Frage führen „Will ich diesen Weg denn weitergehen, den ich da soeben beschreite?“ Aber – ganz ehrlich: wir können zu einer Antwort genauso finden, ohne uns vorher das Bein zu brechen. Wir sollten nur genauer auf die Anzeichen achten, auf das Gefühl, das wir beim Tun mancher Dinge haben, auf die inneren Widerstände, die wir schon lange spüren, welche wir aber tapfer ignorieren. Bin ich noch im Flow? Gehen die Dinge noch leicht? Fühle ich mich noch angebunden?

 

Ich räume ein, dass es sehr schmerzhaft ist, wenn ein geliebtes Projekt (oder eine Beziehung) zum Stillstand oder zum Erliegen kommt. Die Konsequenzen, die sich daraus ergeben, z.B. eine Idee / ein Projekt aufzugeben, kann sich schrecklich anfühlen – wie Liebeskummer; wie eben der Verlust von etwas ganz Wichtigem, Existenziellen, von etwas, an dem man mit seinem ganzen Herzen hängt.

Aber der Vorteil ist, wenn wir in diesem Prozess keine körperlichen Themen entwickeln, können wir nicht den Fokus abwenden. (Ein gebrochenes Bein verlangt Aufmerksamkeit und Zeit, ändert Abläufe und Strukturen und man ist geneigt, den eigentlichen Auslöser über all dem Stress, den diese Behinderung bereitet, zu vergessen.)

Bleibt es also „einfach“ beim ins Stocken geraten, haben wir eine gewissermaßen entspannte Möglichkeit, die aktuellen Zustände zu beleuchten, zu analysieren und vor allem neu durchzuspüren. Ja, ich als „alte Analytikerin“ finde es schon wichtig, die Dinge, die da passieren, oder eben nicht passieren, zu verstehen, mit dem Kopf.

Aber der zweite Schritt, ist es dann eben, es zu fühlen. Es - leider auch - zu durchleiden, um in Kontakt zu kommen mit dem, was da in mir arbeitet, was sich da in mir zeigen möchte. Oft ist der Schmerz, den wir dann zu spüren bekommen, nur (mehr oder weniger) vordergründig. Entschuldigt diese Formulierung – es soll nicht das, was man in diesen Momenten fühlt, verkleinern oder unbedeutend machen.

Was ich damit sagen will, ist, dass der Schmerz oftmals nur das Festhalten an dem Alten ist, das Nicht-Loslassen-Wollen dessen, was man doch schon immer so gemacht hat und sich überhaupt nicht vorstellen kann, dass es sich je ändert. DAS verursacht ganz oft den Schmerz, das Leid (und natürlich auch unseren inneren Widerstand, überhaupt hinzuschauen).

 

Was dann aber passiert, wenn wir dem Schmerz erlauben, da zu sein, ihn wirklich zu fühlen, ihn hinauszuschreien und hinauszuweinen, wenn wir ihn nicht bewerten und verändern wollen, wenn wir kapitulieren vor diesem Gefühl …

… dann geht plötzlich eine Türe auf.

 

Es ist wirklich sagenhaft!!! Ich weiß, wovon ich spreche, wirklich! Mit der sich öffnenden Türe kommt nicht gleich die Lösung herbeigeschwebt, nein, in der Regel nicht. Aber ein neuer Weg zeigt sich. Es ergeben sich ganz klare Handlungs-Schritte, die dem Neuen, was sich da entwickeln will, eine Art Rahmen geben und es entsteht ein neues Gefühl. Die Bedrohung, dass meine ganze Welt jetzt und sofort und für immer komplett zusammenbricht, verschwindet. Und es wird Platz: für Neugier, was da wohl kommen mag? Wozu der ganze Prozess wohl gut gewesen sein mag? Wie sich das alles entwickeln wird und was Neues sich da wohl zeigt?

Und mit dem Platz, in dem Raum, der da plötzlich entsteht, kann man wieder atmen; man kann wieder lächeln; man kann sich wieder angebunden fühlen und die Inspiration, das eigene Schöpfer-Dasein beginnt wieder, in Fluss zu kommen. Das Herz kann wieder weit werden und man hört plötzlich seine Engel, seine Begleiter, wer auch immer da auf der anderen Seite da ist, man hört sie wieder. Und wenn man etwas genauer hinhört, hört man sie sogar applaudieren.

 

Denn ihre Botschaft war schon immer und wird immer sein: „Du geliebtes Wesen, wie schön, dass Du wieder bei Dir und in Dir angekommen bist; dass Du wieder auf Dich hörst und Dich spürst.

Und wir wollten Dir nur sagen: Du bist geliebt, Du bist vollkommen, Du bist immer und in jedem Atemzug wertvoll und musst nichts, aber auch gar nichts dafür tun, um Dich zu beweisen. Du BIST und das war schon immer genug und wird es immer sein!“

 

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen viel Erfolg und Geduld und Liebe mit Euch selbst auf Euren Wegen, wohin sie auch immer führen!

Katja

 

 

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