Glück ist keine Glücksache ...
Glück ist keine Glücksache ...

Die Reise nach Innen - Dienstag, 14. Juli 2020

 

An erster Stelle steht aktuell die Serie der Portaltage vom 13. Juli bis zum 22. Juli. Nun, es ist ja nicht so, dass die Energien ohnehin schon Achterbahn fahren. Jenny Schiltz hat dies ja in ihrem Blog von Anfang Juli gut beschrieben.

Hier noch ein Link zur Bedeutung der Portaltage, den ich sehr informativ finde (danke Ulla!): https://youtu.be/IT6u6BKPNMs

 

Für mich persönlich kann ich jedoch sehr interessante Veränderungen bemerken. Im Außen sehe ich teilweise das Durcheinander, Aufregung, Verwirrung, körperliche Beschwerden usw. usw. usw. Doch tief in mir spüre ich seit einigen Tagen eine so große Zufriedenheit und Freude, eine Stabilität - in manchen Momenten frage ich mich dann tatsächlich, ob ich mich einfach weigere, meine Gefühle zu spüren. Aber wenn ich dann genau hinfühle, finde ich in mir nichts als Ruhe.

Ihr wisst, ich zähle mich durchaus nicht zu den bereits Erleuchteten und natürlich "fürchte" ich, wenn ich in diesem Zustand bin, den "Einbruch" - kann es sein, dass es sich dauerhaft so anfühlen darf? Was sich für mich jedoch mehr und mehr einstellt, ist ein Gefühl von Auf-mich-Ausgerichtet-Sein. Ähnlich dem, was heute in Jennys Blog kam - passenderweise ... es fühlt sich an, wie ein mehr und mehr erwachsen werden. In die Verantwortung gehen, sich annehmen und: Andere loslassen und ihnen gestatten, ihre eigenen Erfahrungen zu machen.

 

Zu meinem großen Glück hat mich eine sehr liebenswerte Kollegin (danke Steffi!!!) auf ein Buch hingewiesen, dessen Titel mich so berührte, dass ich es, ohne Genaueres zu wissen, sofort bestellt habe: Die schönere Welt, die unser Herz kennt, ist möglich. Der Autor ist ein zeitgenössischer Philosoph (wow, in Amerika kann man anscheinend Fächer wie Spirituelle Philosophie studieren) und heißt Charles Eisenstein. Hier die zentralen Gedanken:

 

"Die Welt sollte doch besser werden. Wir sollten wohlhabender und aufgeklärter werden Die Gesellschaft war doch dabei, Fortschritte zu machen. Sind erhöhte Sicherheitsvorkehrungen das Beste, was wir erreichen können? Was geschah mit der Vision von einer Gesellschaft ohne Türschlösser, ohne Armut, ohne Krieg? Liegen diese Dinge jenseits unserer technologischen Möglichkeiten? Warum sind die visionen von einer schöneren Welt, diein der Mitte des 20. Jh. so nah schien, jetzt so unerreichbar, dass wir gerade einmal hoffen dürfen, in einer zunehmend von Konkurrenz beherrschten, immer schlechter werdenden Welt zu überleben? unsere Geschichten haben wahrlich versagt. Ist es wirklich zu viel verlangt, in einer Welt leben zu wollen, in der unsere Fähigkeiten zum Wohl aller beitragen? In der unsere täglichen Handlungen zur Heilung der Biosphäre und zum Wohlbefinden anderer Menschen beitragen? Wir brauchen eine Geschichte von den Menschen - eine echte, die nicht wie ein Hirngespinst wirkt -, in der eine schönere Welt wieder möglich ist. (...) Wir sind jetzt noch nicht bereit für eine solche Geschichte, weil das Gewebe der alten, wenn auch stellenweise zerfetzt, noch zu großen Teilen intakt ist. Und selbst wenn diese einreißen, werden wir den raum zwischen den Geschichten nackt durchqueren müssen. In den anstehenden turbulenten Zeiten werden die uns bekannten Handlungs-, Denk- und Seinsweisen nicht mehr sinnvoll erscheinen. Wir werden nicht mehr wissen, was gescheiht, was das alles zu bedeuten hat, und manchmal nicht einmal, was wirklich ist. Manche Menschen sind bereits in diese Phase eingetreten. (Kurze Anmerkung: Das Buch stammt von 2013!)

Ich wünschte, ich könnte Ihnen erzählen, dass ich für eine neue Geschichte von den Menschen bereit bin, aber obwohl ich einer der vielen bin, die sie spinnen kann, kann ich die neuen Kleider noch nicht ganz ausfüllen. Wenn ich die Welt beschreibe, die sein könnte, zweifelt etwas in mir und lehnt sich auf, und unter dem Zweifel liegt etwas Schmerzendes. Der Niedergang der alten Geschichte ist ein Heilungsprozess, durch den alte Wunden sichtbar werden, die unter dem gewebe verborgen lagen. Sie werden ans Licht des Bewusstseins gehoben. Ich bin sicher, dass viele Menschen, die das lesen, eine solche zeit erlebt haben, in der die verhüllenden Illusionen abfielen: alle alten Rechtfertigungen und Rationalisierungen, alle alten Geschichten. (...) Wenn ich in den nächsten Kapiteln die Bausteine einer neuen Geschichte von den Menschen beschreibe, behalten Sie im Kopf, dass wir auf dem Weg von hier nach dort ein zerklüftetes Gelände durchqueren müssen. Wenn meine Beschreibung einer Geschichte der wechselseitigen Verbundenheit, einer Wiedervereinigung von Mensch und Natur, von Ego und Alter, Arbeit und Spiel, Disziplin und Sehnsucht, Materie und Geist, Mann und Frau, Geld und Geschenk, Gerechtigkeit und Mitgefühl und so vielen anderen gegensätzen idealistisch oder naiv erscheint, wenn sie Zynismus weckt, Ungeduld oder Verzweiflung, dann bitte verdrängen Sie diese Gefühle nicht. Sie sind keine Hindernisse, die zu überwinden sind (das ist Teil von der alten Geschichte der Kontrolle). Sie sind Tore auf dem Weg in die neue Geschichte und eröffnen Zugriff auf die gewaltige Kraft, dem Wandel zu dienen, den sie bringt." (Zitat aus o.g. Buch, Seiten 23 - 25)

 

Plötzlich und sehr erleichternd fügt sich in mir alles zu einem größeren Bild. Noch am vergangenen Sonntag habe ich in meinem Seminar festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, eine Vision von unserer "neuen Zukunft" zu entwickeln. Wie sollen wir Dinge erträumen, die unserer für uns fühlbaren Welt noch so fern sind? So unvorstellbar ... so unbenennbar ... irgendwie so nah ... und zugleich doch so fern. Mit dem Buch habe ich die ersten Antworten bekommen, ein Gefühl für das, was da im Entstehen ist, hat sich eingestellt und auf einmal fühle ich mich in die Lage versetzt, den Neubeginn durch meine persönliche Ausrichtung kraftvoll zu unterstützen.

 

Ein wichtiger Aspekt, der von Charles angesprochen wird, ist der Schmerz. Und auch hier fügen sich für mich gerade einige Puzzleteile zusammen. Ihr wisst, dass wir seit einigen Wochen an den Chakra-Ölen arbeiten und ich bemerke, dass ich ein von mir selbst hergestelltes Produkt bisher selten so intensiv und ausgiebig verwendet habe. Diese Öle sind für mich ein wahrer Begleiter, eine Unterstützung geworden, die in meiner täglichen Routine nie fehlen. Die Testpersonen teilen diese Begeisterung und bestätigen Anja und mir, dass es sich um großartige und kraftvolle Helfer handelt.

Konkret geht es dabei um folgenden Aspekt:

Die energetischen Entwicklungen werfen uns auf uns und IN UNS selbst zurück.

Klärungen im Außen sind größtenteils vollzogen, Veränderungen angestoßen, Themen erlöst usw. Wie aber kommt es zur fundamentalen Veränderung im Außen, bei der es ja unsere ureigene Aufgabe ist, diese zu beflügeln?

Es geht darum, wieder die Schleife nach Innen zu drehen, in sich selbst hineinzuschauen, sich selbst zu neu zu fühlen und aus der Rückverbindung an die eigene Kraft sich selbst, sein Leben und die Welt neu zu gestalten. In sich selbst, so wie Jenny es beschreibt, nach Hause zu kommen und sich mit seiner eigenen Quelle zu verbinden.

Was dabei eine große, sehr wichtige Rolle spielt, ist die Herausforderung, sich dem eigenen tiefen Schmerz zu stellen. Ihn zu sehen, zu spüren, anzuerkennen und zu erlösen. Die Reise durch den Schmerz ist der leere Raum, den wir durchschreiten dürfen, der uns erst befähigt, Altes zu heilen und hinter uns zu lassen, um nicht die Fäden der alten Geschichten in eine neue mit hineinzuweben.

So haben wir vor 1 1/2 Wochen das Sakralchakra-Öl fertiggestellt und es ist klar, dass es mit diesem Öl um die nicht gefühlten, verdrängten, unterdrückten, abgespalteten Gefühle geht (was durchaus in den Solarplexus mit hineinspielt). Wir haben alles, was uns schmerzte, auf eine "Halde" gelegt in der Hoffnung, dass es dort verrotten möge und uns nie wieder behelligen wird: Das Gefühl, nicht dazuzugehören, nicht gut genug zu sein, nicht geliebt zu sein, getrennt zu sein von allem, was uns umgibt. Fleißig haben wir schon als Kinder begonnen, uns liebenswert zu machen und dabei verlernt, uns wirklich selbst zu spüren, unserer eigenen Wahrnehmung mehr zu glauben als dem, was uns das Außen sagt. Tapfer haben wir Jahr um Jahr versucht, um diese Halde herumzunavigieren und uns stattdessen zugedröhnt mit allem, was uns verheißen hat, ein Gefühl von Wert, von Verbundenheit, von Geliebt-Sein, von Zugehörigkeit zu geben.

Nun - die Gefühle sind aber nicht verschwunden. Auch das habe ich im Seminar deutlich sehen können. Glaubt mir, alle Menschen, die da saßen, haben schon wirklich viel an sich gearbeitet, sie haben fleißig und sehr mutig Schale um Schale der Zwiebel abgetragen und es gewagt, hinzuschauen, hinzuspüren, zu transformieren und zu heilen. Und in jedem schlummerte ganz tief drinnen, ganz klein und unscheinbar eine so tiefe Trauer, ein so großer Schmerz.

Ich habe das vor nicht allzulanger Zeit selbst durchlebt - und ehrlich gesagt: Ich habe es nicht glauben können, dass dieses Gefühl, dieser Schmerz so lange Jahre in mir geschlummert hat und letztlich dafür gesorgt hat, dass ich meine ganze Welt, das gesamte Haus meines Lebens um diesen Schmerz herum erbaut hatte, um ihn nicht sehen zu müssen, um eine Rechtfertigung zu leben, die sagen sollte: Schau mal, ich bin doch gut genug! Und gleichzeitig habe ich genau durch diese Erfahrung, durch diesen Schmerz all mein Bemühen sabotiert, ohne es zu bemerken.

Ich bin ziemlich sicher, dass all das nicht geschehen wäre, wenn ich nicht auf der Reise durch meine Chakren gewesen wäre, um IN MIR eine Integration zu vollziehen, die schon lange angestanden hatte.

 

Die Reise in uns selbst hinein, in die dunkelsten Ecken, zum größten Schmerz, zu dem "ugly and dark me", wie Jenny es so schön schreibt, ist einfach unerlässlich.

Doch möchte ich Euch Mut machen:

Ihr wisst, dieses nicht immer nette kleine Kind in uns will einfach nur geliebt werden und angenommen sein, so, wie es gerade ist. Darum glaube ich auch, dass diese Reise nach Innen nicht wieder und wieder zu einem immer neuen Schmerz notwendig ist. Es geht um den einen einzigen Schritt: Ich akzeptiere, dass meine innere Welt nicht nur voller Licht ist, sondern dass sie ihre dunklen, krassen, unangenehmen Seiten hat - und dies IST einfach so. Und ich nehme diesen Teil von mir ebenso an, wie all mein Licht, all meine Kraft, die ganze Göttlichkeit, die in mir schlummert. Ich bin bereit, dieses Kind in den Arm zu nehmen, zu lieben, es zu halten und zu wiegen, es zu beschützen, mit ihm zu lachen und mit ihm zu weinen. Und dann können wir Hand in Hand die neue Welt betrteten - mit allen Aspekten, die wir in uns tragen.

 

Love and Light,

Katja

 

Hier der Link zum Buch von Charles Eisenstein bei amazon

und hier nochmal der Verweis auf die Präsentation unserer Chakren-Öle am Sonntag, 26.7.

 

 

 

 

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